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Schwangerschaftsdiabetes

Aktualisiert: 1. Juli 2023

Eine Erkrankung, die sich während der Schwangerschaft entwickelt, bei welcher der Blutzuckerspiegel der schwangeren Person ansteigt.


Dieser Artikel wird noch medizinisch geprüft.

Mitwirkende

Verfasst von Julian Zeegers

Rezensiert von Britte Megens

Bearbeitet von Juliëtte Gossens

Übersetzt von Sophie Oppelt und Selina Voßen

 

Die Häufigkeit des Schwangerschaftsdiabetes in den USA ist relativ hoch. 2-10% der anerkannten Schwangerschaften werden von Schwangerschaftsdiabetes begleitet. Die Anzahl der Fälle ist in den letzten Jahren gestiegen, wahrscheinlich durch einen Anstieg an Übergewicht in der Bevölkerung. (2).


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© Mykenzie Johnson

Schwangere mit Schwangerschaftsdiabetes haben im Vergleich zu gesunden Personen einen höheren Blutzuckerspiegel als erwünscht. Dies ist auf eine erhöhte Unempfindlichkeit des Körpers gegenüber Insulin zurückzuführen, die auch als Insulinresistenz bezeichnet wird. Während der Schwangerschaft ist der Insulinspiegel im Allgemeinen erhöht, da sich die insulinproduzierenden Teile der Bauchspeicheldrüse leicht vergrößern. Insulin ist das Hormon, dass für die Aufnahme von Glukose (Zucker) aus dem Blut in die Zellen verantwortlich ist und somit die Blutzuckerkonzentration senken soll. Obwohl der Insulinspiegel während der Schwangerschaft deutlich erhöht ist, verursachen bestimmte Hormone, die von der Plazenta ausgeschüttet werden, eine Insulinresistenz. Diese führen dazu, dass das Insulin seine Wirkung nicht mehr entfalten kann. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel höher als normal (2).


Folgen des Schwangerschaftsdiabetes


Zu den vorübergehenden Folgen des Schwangerschaftsdiabetes können unter anderem eine überdurchschnittliche Größe des Neugeboren (Makrosomie), Präeklampsie und neonatale Erkrankungen gehören. Eine weitere wichtige Kurzzeitfolge ist die neonatale Hypoglykämie. In diesem Fall ist der Blutzuckerspiegel des Neugeborenen niedriger als normal. Daher ist eine umfassende Überwachung des Blutzuckerspiegels des Neugeborenen zwingend erforderlich. Langfristige Folgen erhöhen das Risiko für das Kind, im späteren Leben an Fettleibigkeit zu erkranken, eine verminderte Glukosetoleranz auszubilden und/oder das metabolische Syndrom (eine Kombination aus Diabetes, Bluthochdruck und Fettleibigkeit) zu entwickeln. Auch die Schwangeren selbst haben ein erhöhtes Risiko, später im Leben einen Typ-II-Diabetes zu entwickeln, wenn sie bereits einen Schwangerschaftsdiabetes hatten (2).


Klinische Betreuung


Die meisten werdenden Eltern, die von einem Schwangerschaftsdiabetes betroffen sind, werden durch Anpassung ihres Lebensstils behandelt, die in den meisten Fällen eine Ernährungstherapie und vermehrte körperliche Bewegung umfasst. Ein wesentliches Merkmal der Ernährungstherapie besteht darin, die Kalorien über den Tag zu verteilen. Auf diese Weise steigt der Blutzuckerspiegel direkt nach einer Mahlzeit nicht unverhältnismäßig stark an, was als postprandiale Hyperglykämie (zu hoher Blutzuckerspiegel direkt nach einer Mahlzeit) bezeichnet wird (3).


Für Patienten, bei denen eine Anpassung des Lebensstils keine Besserung bringt, könnte eine Insulintherapie eine Lösung darstellen. Insulin senkt sehr schnell den Blutzuckerspiegel. Aufgrund der erhöhten Insulinresistenz sollten die betreuende Personen relativ hohe Insulindosen in Betracht ziehen (3).



 

Referenzen


  1. Gestational Diabetes Centers for Disease Control and Prevention 2021 [updated August 10, 2021. Available from: https://www.cdc.gov/diabetes/basics/gestational.html ]

  2. Lynn R, Tomich P. Gestational Diabetes: Diagnosis, Classification, and Clinical Care. Obstet Gynecol Clin North Am. 2017;44(2):207-17. DOI: 10.1016/j.ogc.2017.02.002

  3. Alfadhli EM. Gestational diabetes mellitus. Saudi Med J. 2015;36(4):399-406. DOI: 10.15537/smj.2015.4.10307


Bitte beachte: Die Informationen, die wir hier zur Verfügung stellen, dienen nur zu Bildungszwecken. Wenn du Beschwerden oder Fragen zu deiner Gesundheit hast, wende dich bitte an deinen Arzt oder eine andere zuständige medizinische Fachkraft. Wir geben keine medizinischen Ratschläge.


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